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Hypostase: Anomalie-N/Feld-R (Review)

Artist:

Hypostase

Hypostase: Anomalie-N/Feld-R
Album:

Anomalie-N/Feld-R

Medium: Download/Do-CD
Stil:

Progressive Industrial Techno Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 95:18
Erschienen: 14.11.2025
Website: [Link]

Unter dem Banner HYPOSTASE widmet sich Alexander Paul Dowerk einer Soundmischung von Techno, Industrial und manch metallischer Nuance, die er mithilfe von Schlagzeuger Troy Jones zu einem interessanten Soundcocktail vermengt.
Dabei trifft eine dreckig-kühle Ästhetik, die Bilder von rissigen Betonwänden, kargen Großstadtbauten und aufgeplatztem Asphalt suggeriert, auf verschrobene Instrumentalkompositionen, die immer wieder die Touch-Gitarrenkünste von Herrn Dowerk durchschimmern lassen.


Das sorgt in Stücken wie „Raspl-N“ für einen futuristisch anmutenden Sound, der auch an einen abstrusen Sci-Fi-Filmsoundtrack gemahnt.
Mit „Roll-E“ wird’s stoischer, der Groove pumpt unablässig, während sich die Synthies in beklemmendem Rauschen ergehen, aus dem auch die vertrackte Rhythmik nicht herausrettet.


In „Zentr-M“ kommen gar Drum'n'Bass-Einflüsse zum Vorschein und sorgen für ein gehetztes Gefühl, ein klangliches Unbehagen zwischen Flucht und Furcht (wovor auch immer), ehe das knapp zwölf Minuten dauernde „Faser-N“ seinem Titel alle Ehre macht und von langsam ansteigenden Synthies zu Beginn, über Momente voller Glockenspiel, bis hin zu rhythmischer Touch-Gitarren-Akrobatik ein weites Feld musikalischer Anspannung abdeckt.

„Cho-R“ beschließt „Anomalie-N“ schließlich in einem ähnlich hastigen Setting wie es der Opener andeutet und setzt dabei vornehmlich auf Wiederholung des immer gleichen Klangmusters.

„Feld-R“, der zweite Teil dieses Albums, wird von blechern scheppernden „Tropf-N“ eingeleitet, wobei der stoische Sound erhalten bleibt. Lediglich der Gesamtfokus verschiebt sich ein klein wenig mehr hin zur abgehackten Gitarrenarbeit.
„Rausch-N“ trägt seinen Titel nicht umsonst und wirkt teilweise etwas zerfahren. Die Klänge steigen auf und ab, schwellen mal zu Lärm an und ebben dann wieder in zurückgefahrener Instrumentierung ab.


„Moto-R“ setzt dagegen auf klanglichen Stoizismus und brummt beständig vor sich hin. Die Gitarre rückt ein wenig riffbetonter in den Vordergrund, was den mechanischen Ansatz des Stücks unterstreicht, bevor „Puls-R“ in über fünfzehn Minuten Spielzeit wabernd-blecherne Klänge mit repetitiven, dumpfen Rhythmen verbindet, ohne wirkliche Varianz anzubieten.


FAZIT: HYPOSTASE laden auf „Anomalie-N/Feld-R“ weniger zum Genuss klassisch anmutender Musik ein, als vielmehr einen Dark-Techno-Rave ins heimische Wohnzimmer zu bringen. Ist das Avantgarde? Kann sein. Auf jeden Fall verschiebt das Album das Verständnis von Musik im klassischen Sinn einmal mehr, womit Alexander Paul Dowerk seinem Ansatz, Musik eher unkonventionell anzugehen, treu bleibt.

Dominik Maier (Info) (Review 42x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Anomalie-N:
  • Raspl-N
  • Roll-E
  • Sign-L
  • Zentr-M
  • Faser-N
  • Cho-R
  • Feld-R:
  • Tropf-N
  • Rausch-N
  • Motor-R
  • Puls-R

Besetzung:

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