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Dust In Mind: HCNO (Review)
| Artist: | Dust In Mind |
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| Album: | HCNO |
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| Medium: | LP/Download/CD | |
| Stil: | Modern Metal |
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| Label: | DarkTunes Music Group | |
| Spieldauer: | 33:55 | |
| Erschienen: | 24.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die chemische Formel für Knallsäure (Fulminsäure) als Albumtitel zu verwenden lässt vermuten, dass DUST IN MIND entweder verkappte Chemiker sind, oder mit dem Titel einen musikalischen Knall zum Ausdruck bringen möchten.
Nun, in Sachen Sound drückt „HCNO“ auf jeden Fall ordentlich und geschmeidig aus den Boxen. Die Melodien, Hooklines etc. sitzen wie eine Eins und auch die druckvollen Grooves und Riffs klingen im fett produzierten Soundgewand modern und kräftig.
Der größte Einschnitt in der Musik ist derweil der Wechsel der Frontstimme, wobei anstatt (Ex-)Sängerin Jennifer Gervais nun Damien Rausch für den Gesang verantwortlich ist.
Und genau dieser Umstand entpuppt sich als zweischneidige Angelegenheit.
Denn einerseits könnte der Mann problemlos als Jonathan-Davis-Stimmklon durchgehen, was zu dem Modern Metal von DUST IN MIND natürlich sehr gut passt. Andererseits fehlt es eben auch an einem erkennbar eigenen Charakter (speziell im Gesangsbereich). Da können auch die wesentlich präsenter eingesetzten elektronischen Elemente nicht über den offensiven Blick gen KORN hinwegtäuschen.
Stücke wie „Downfall“ gefallen dennoch durch ihre düstere Stimmung, die sich in einem erstaunlich melodischen Refrain entlädt, wobei Synthesizer einen wesentlichen Teil zur Atmosphäre beitragen.
Ähnlich verhält es sich beim wesentlich härter groovenden „Unbreakable“, wenngleich hier speziell die Phrasierung des Gesangs noch stärker an KORN gemahnt.
„T.I.M.E“ bringt live-Potenzial in Form von hüpftauglichen Grooves und einer eingängigen Hook mit, ehe der Titeltrack irgendwo zwischen PAIN-Elektronik und Djent-Riffing pendelt, wobei der Fokus doch stark auf dem Refrain liegt, der erneut Jonathan Davis‘ Einfluss auf DUST IN MIND hervorkehrt.
„Who We R“ dreht dann ein wenig an der Pathos-Stellschraube und kehrt die Stimmqualität von Damien Dausch nochmal deutlich in den Vordergrund (auch als Jonathan-Davis-Klon hat der Mann durchaus eine gewisse Klasse), ehe „Hollow Figure“ zum Abschluss auf drückenden Groove zwischen Djent und PAINeskem Elektro-Metal setzt.
FAZIT: DUST IN MIND wissen ohne Zweifel, was sie wollen und liefern mit „HCNO“ ein modernes Stück Hartmetall mit reichlich Melodie-affiner Pop-Legierung. Dass die Franzosen dabei kaum über die Klasse ihrer Einflüsse hinauswachsen (seien es nun KORN oder PAIN) und vornehmlich ein (gut gemachtes) Sammelsurium aus den Soundzutaten selbiger präsentieren, sorgt dennoch für Abzüge in puncto Originalität, was den Gesamteindruck doch zunehmend schmälert.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- My Way
- M.V.M.T.M.N
- Downfall
- A Faded Star
- Unbreakable
- T.I.M.E
- HCNO
- Who We R
- Hollow Figure
- Bass - Xavier Guiot
- Gesang - Damien Dausch
- Gitarre - Jean-Jaques Ruetsch
- Schlagzeug - Thomas Marasi
Interviews:
-
keine Interviews
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