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Vinyl Floor: Balancing Act (Review)

Artist:

Vinyl Floor

Vinyl Floor: Balancing Act
Album:

Balancing Act

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

Melodic-, Alternatie-, Symphonic-Rock, Art Pop

Label: Karmanian Records
Spieldauer: 48:15
Erschienen: 27.02.2026
Website: [Link]

Selten ist ein Bandname besser gewählt als der von VINYL FLOOR, die mit ihrer Musik eine artpoppige Szene bedienen und repräsentieren, die man in den 'guten alten Zeiten' immer mit den herrlichen großen schwarzen Scheiben, dem schwarzen Vinyl-Gold, in Verbindung brachte. So wird „Balancing Act“ nicht etwa ein Balance-Akt für Freunde solcher Musik und Zeit, sondern ein Genuss, dem man ganz schnell verfallen kann.

VINYL FLOOR kommen aus Dänemark und in deren Mittelpunkt stehen die Brüder Thomas Charlie & Daniel Pedersen. Noch immer genießen sie im Grunde viel zu wenig Aufmerksamkeit, denn „Balancing Act“ ist bereits ihr sechstes Album, das ein feines Gespür für sehr schöne, oft ruhige Gesangs-Harmonien und Pop-Melodien, die gerne aber auch in breit angelegte symphonische Momente wechseln, verbreitet.


So besticht dann „Land Of The Desert“ auch mit zärtlichen Streicher-Passagen, die anfangs zu Herzen gehen und dann mithilfe einer E-Gitarre einen vorsichtigen Schlenker in Richtung Progressive Rock vornehmen.
Nahtlos setzen sich besagte, oftmals zusätzlich beruhigend wirkende Streicher in „Back Of My Hand“ fort, dem einzigen Instrumental des Albums, das mit purer Streicher-Symphonik und hingehauchten Ha-Ha-Ha-Harmonien, die sich mehr und mehr steigern, begeistert.

Die Stärken der Band sind unverkenn- und unüberhörbar – noch dazu sind ihrem Namen alle Ehre machend ideal für Vinyl geschaffen und verarbeiten immer wieder Retro-Musikausflüge, die weit in die 60er-Jahre der BEATLES oder auch 80er-Jahre von BEAUTIFUL SOUTH zurückgehen – und aus aktueller Sicht sich neben den königlichen KINGS OF LEON und KINGS OF CONVENIENCE einordnen.


Dass sie auch gegen ungerechtfertigte Kritik durchaus anfällig sind, verarbeiten sie in einem Song wie dem ihrer ersten Single-Auskopplung. In „Mr. Rubinstein“ dreht es sich um eine wahre Begebenheit deren Mittelpunkt Meinungsverschiedenheiten zwischen Künstler und Kritiker sind, wobei der Künstler in sein Werk viel Herzblut steckt und dies verteidigt, während der Kritiker sich darüber erhebt und es mit einem abgehobenen, missbilligenden Verriss zu zerstören versucht, weil er es gar nicht erst verstehen will.
Ein wirklich interessanter Ansatz, der durchaus jeden Kritiker (aber auch Musiker) nachdenklich machen sollte oder dürfte.

Durch die intensive Zusammenarbeit mit Christian Ellegaard (Streicher) und Bebe Risenfors (Blasinstrumente) entwickelt die Musik eine herrliche Harmonie anhand der Streicher, die auf oft druckvollere Bläser treffen, was „Balancing Act“ durchaus einzigartig macht und den Albumtitel erklärt.
Ja, meinetwegen darf der Indie-Pop hinter „Balance Act“ noch das zusätzliche Prädikat Streicher- und Bläser-Pop erhalten.
Wirklich stark und voller Gefühl.
Genau so wie richtig gute Pop-Musik anno 2026 klingen sollte!


FAZIT: Gesangsharmonien mit Anklängen an ruhigen Rock und Art-Pop voller symphonischer Elemente, die sich in ausführlichen Streicher- und Bläser-Passagen verwirklichen, macht den erhabenen, textlich anspruchsvollen und wunderbar harmonisch-kunstvollen Rock/Pop hinter „Balancing Act“ des brüderlichen dänischen Pop-Duos VINYL FLOOR aus. Klingt wie eine bewegenden Pop-Reise von den 60ern bis hinein in die Gegenwart, die am Album-Ende im Titeltrack sogar noch auf progressive Rockmomente setzt.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 155x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • All This And More
  • I'm On The Upside
  • The Helping Hand
  • Mr. Rubinstein
  • Tell The World It Happened
  • Land Of The Desert
  • Back Of My Hand
  • Puppet Laureate
  • The Swan Of Eileen Lake
  • Adelaide
  • Less Dystopian Book
  • Jacaranda Blossoms
  • Balancing Act

Besetzung:

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