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Marathon (NL): Fading Image (Review)
Artist: | Marathon (NL) |
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Album: | Fading Image |
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Medium: | CD/LP/Download | |
Stil: | Post-Punk, Shoegaze, Indie Rock |
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Label: | V2 Records | |
Spieldauer: | 37:25 | |
Erschienen: | 11.04.2025 | |
Website: | [Link] |
Das Amsterdamer Musikkollektiv MARATHON besingt „vergängliche Bilder“ und sitzt nicht nur mir diesem Titel zwischen den Stühlen sämtlicher Kategorisierungen. Auch die Musik des Fünfers schert sich wenig um klar abgesteckte Grenzen.
Während „Out Of Depth“ sperrige Melodien und unnachgiebigen Bass-Groove präsentiert, spaziert „Gold“ leichten Fußes über ein musikalisches Blumenfeld, das im aufgekratzten Melancholiker „For The Better“ schmerzhaft kraftvoll zertrampelt wird.
Dabei erweist sich besonders die Gitarrenarbeit als Stärke von MARATHON, denn auch wenn die brüchige Stimme von Kay Koopmans zweifellos der erste Aufhänger für das emotionale Chaos, welches diesem Album innewohnt, ist, öffnet doch spätestens das shoegazige „Shadow Raised A Star“ die volle Breitseite der Gitarren, die von flüchtig hallenden Melodien bis hin zu kräftigem Dröhnen eine beachtliche Tonskala präsentieren.
Mit einer wohldosierten Prise Noise-Kratzigkeit lässt ein Stück wie „DH22“ Rückschlüsse auf das aufgewühlte Innenleben zu, das in einem Menschen brodelt, wenn sicher geglaubte Strukturen, bzw. feste Selbstbilder plötzlich schwinden.
Damit lässt sich auch ein inhaltlicher Bezug zum finalen „Away From Home“ herstellen.
Nicht nur der Umstand, dass die Gitarrenmotive scheinbar lichtvoller klingen, setzt interessante Kontrastpunkte zur Thematik der Heimatlosigkeit. Auch die zuvor angesprochene Selbstreflektion, bzw. das Hinterfragen des eigenen Ichs, findet in diesem Stück metaphorischen Einzug.
Denn sollte nicht das eigene Wesen sowas wie ein Zuhause sein?
FAZIT: MARATHON nehmen mit „Fading Image“ ihren Bandnamen wörtlich und schicken den Hörer auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die allerdings erst beim zweiten oder dritten Anlauf als solche erkennbar wird. Denn vordergründig agieren die Niederländer einigermaßen entspannt in ihrem musikalischen Dreieck aus Post-Punk, Shoegaze und Indie-affinier Eingängigkeit. Dass sich manch brüchige Emotionalität erst nach und nach zu erkennen gibt, verleiht dem Album aber einen gewissen Reiz, der Potenzial zur Langlebigkeit mitbringt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Out Of Depth
- Gold
- For The Better
- Shot Away
- Fall
- Shadow Raised A Star
- DH22
- Idiocy
- Disorder
- Away From Home
- Bass - Nina Lijzenga
- Gesang - Kay Koopmans
- Gitarre - Victor Dijkstra
- Keys - Sofie Ooteman
- Schlagzeug - Lennart van Hulst
- Fading Image (2025) - 11/15 Punkten
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